SKR B. Siegel von der Waldhausfamilie in den Ruhestand verabschiedet

Am Donnerstag, dem 23. Juli fand die „coronagerechte Outdoor-Verabschiedung“ des Konrektors Bernd Siegel statt, der 33 Jahre in der Einrichtung tätig war.  Nach drei tollen ähnlichen Outdoor-Events war es kein Leichtes, die Festlichkeit auf dem Schulhof zu toppen, aber das Lehrerkollegium hat sich doch wieder tolle Highlights einfallen lassen.

Pünktlich um 9.30 Uhr wurde Bernd Siegel von Schulleiterin Ursula Grass auf den Schulhof geführt. Ein dekorierter Drehstuhl inmitten einer Kreidesonne lud den Konrektor zum Sitzen ein- kein leichter Moment für das Schulleitungsteam, dem in diesem Augenblick intensiv bewusst wurde, dass der lange gemeinsame Weg nun bald zu Ende sein würde. Unter den Klängen von Johannes Oerding „An guten Tagen“ versammelte sich dann zügig die gesamte Waldhausfamilie um den angehenden Pensionär.

Ursula Grass hob in ihrer Ansprache die 4810 guten Tage der letzten 26 Jahre hervor und bedankte sich für die stetige, zuverlässige gemeinsame Arbeit. Tief verbunden sei man im Waldhaus- was nun auch physisch durch das Überreichen eines Seiles zum Ausdruck gebracht wurde. Nach und nach bedankten sich  Heimleitung, Mitarbeiter, Kinder und KollegInnen mit persönlichen Worten bei Bernd Siegel, der durch das Weiterreichen des Seiles nun auch äußerlich  immer weiter mit der Gemeinschaft verbunden wurde.

Auf Zuruf der Schulleiterin verabschiedeten sich dann alle Klassen mit internationalen Grußworten und beim letzten „Ciao“ wurde das Lied „Bella Ciao“ eingespielt. Während Herr Siegel in der Mitte des Waldhausnetzes sichtlich bewegt dem Geschehen folgte, rollten sich als letztes Highlight beim zweiten Refrain zwei lange kunstvoll gestaltete Abschiedsbanner vom Dach- ein echter Wow Effekt!

 

Groß war die Freude der Schüler, als Herr Siegels Abschiedsgeschenk an sie laut bimmelnd auf dem Schulhof einrollte: ein echter kleiner Eiswagen, der alle mit einer kalten Süßigkeit erfreute.

Wir wünschen Herrn Siegel einen kreativen und erfüllenden Ruhestand und sind froh, dass wir ihn nicht ganz verlieren- bleibt er uns doch durch seine Tätigkeit im Waldhausvorstand weiterhin erhalten.

 

OUPS mit Werte-Alphabet

„Kennst du Oups?

Weißt du wo er wohnt?

„Planet der Herzen“ heißt der Stern,

dort lebt Oups – er hat dich gern.

Ein Fernrohr hat er sich gebaut,

durch das er täglich zu dir schaut.

Die Liebe ist das größte Glück dort oben.

Nicht streiten, dafür einander loben.

Sich gegenseitig Freude machen,

freundlich grüßen, gemeinsam lachen.

Das haben die Wesen dort oben gern,

so wie der kleine Oups auf seinem Stern.

Oups wünscht sich, dass auch wir Menschen auf der Erde in Frieden und Freundschaft miteinander leben. Und er möchte, dass wir alle Tiere und die Natur achten. Deshalb ist er zur Erde gereist und hat zwei Geschenke mitgebracht: die LIEBE und die FREUDE … “

Die Turmfalken-Gruppe mit Frau Mößner gestalteten gemeinsam das Werte-Alphabet. Während die jüngeren Schüler fleißig malten, suchten Marco und Janni-Teemu weitere positive Wörter zum Alphabet. Diyar war ein geschickter Helfer beim Aufhängen der bunten Werte-Leine in der Schulaula.
Mögen die Bilder dazu beitragen, das Klima in der Waldhausgemeinschaft positiv zu verstärken.

40 Jahre Waldhaus: Geschäftsleiterin Irene Gerber feiert Jubiläum

Am 1. Juli 1980, vor genau 40 Jahren, nahm Irene Gerber ihre Tätigkeit im Waldhaus auf. Die gelernte Zahnarztassistentin unterstützte die Arbeit in der Verwaltung und lernte so die Einrichtung von Grund auf kennen.

Sie darf heute nun als kompetente Geschäftsleiterin auf eine lange, erfüllte Waldhauszeit zurückblicken. Gemeinsam mit Heimleiter Wolfgang Ihle und Schulleiterin Ursula Grass ist sie im Geschäftsführungsteam für das operative Geschäft der Einrichtung verantwortlich.

Obwohl ihre Tätigkeitsschwerpunkte überwiegend im Bereich der Verwaltung liegen, ist Irene Gerber sozusagen das „Herz“ des Waldhauses. Über alle Bereiche weiß sie Bescheid: ob es um Heizung, Fluchtpläne oder Finanzen geht- ganz besonders liegen ihr die Menschen am Herzen. Von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird sie sehr geschätzt und auch die Kinder besuchen gerne „ihre Frau Gerber“, um von Fortschritten oder kleinen Sorgen zu berichten oder ein selbst gemaltes Bild vorbei zu bringen

Der Vorstand des Waldhausvereins, dem Irene Gerber selbst auch viele Jahre angehörte, ist dankbar für die zuverlässige, konstante Tätigkeit.

Am Morgen des 1. Juli wurde Irene Gerber in einem „Corona“- Überraschungsfestakt für ihre wunderbare Arbeit von der Waldhausgemeinschaft geehrt. Glücklicherweise ist der Schulhof groß genug, dass alle Klassen unter Einhaltung der Abstandregeln dabei sein konnten.

Unter den Klängen von „Celebration“ wurde Frau Gerber von Schulleiterin Ursula Grass zunächst mit einer „40 Jahre Waldhaus Maske“ ausgestattet und dann durch ein „Corona-Spalier“ mit Seifenblasen geführt. Im Schulhof durfte sie in einem auf den Boden gemaltem Herz in Mitten der jubelnden und klatschenden Waldhausfamilie Platz nehmen. Dort überreichte der kleine Noah ein großes gebasteltes Herz, das sie um den Hals hängen sollte.

Ursula Grass bedankte sich im auch im Namen des Heimleiters Wolfgang Ihle für das wunderbare Engagement und die vertrauensvolle langjährige Zusammenarbeit! Frau Gerber stehe nicht nur im Herzen sondern sie sei auch das Herz der Einrichtung.

Der Vorstand des Waldhausvereins Bernd Siegel und Beate Bollig-Richter zusammen mit dem virtuell auf iPad anwesenden Dieter Krüger lobten Irene Gerbers großartiges Wirken für die Einrichtung und überreichten einen ganz besonderen Pokal, der mit blauen Hortensien bepflanzt war.

Sichtlich bewegt lauschte „unsere Frau Gerber“ dem Abschlusslied „für dich solls rote Rosen regnen“ , bei dessen Klängen rote Rosenblätter vom Schuldach auf sie schwebten. Alle Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter gratulierten, in dem sie nach und nach auf dem Kreideherz um Frau Gerber eine Rose ablegten.

Frau Gerber bedankte sich bewegt über die außergewöhnlich Ehrung!

Wohngruppe Steinadler in Coronazeiten

Bedingt durch die momentane Situation halten wir uns im Waldhaus an strenge Vorsichtsmaßnahmen. Diese beinhalten auch, das Gelände nur in dringenden Fällen zu verlassen, daher verbringen wir viel Zeit in der Gruppe und auf dem Gelände.

Die Jungen sind sehr tapfer und ziehen mit uns an einem Strang, weshalb der Zusammenhalt sehr bemerkenswert ist. Besonders beliebt sind zurzeit Spiele am Tisch. Am liebsten wird jedoch das Kultspiel Monopoly bevorzugt.

Verschiedenste Mal- und Bastelangebote bringen Farbe in den Alltag. Auch das großzügige Außengelände bietet genug Möglichkeiten zur Freizeitbeschäftigung und zu pädagogischen Einheiten. Die Jugendlichen fahren sehr gerne Fahrrad, Skateboard und Roller und üben dabei Tricks ein. Auf unserem Bolzplatz und in der Halle wird fleißig gekickt. Außerdem gibt es ja auch noch den Stall, den Spielplatz sowie den Basketballplatz, sodass es auch draußen genug Möglichkeiten zum Abstandhalten gibt.

 

Im Wald wird dann gerne am Bach gespielt oder als Gruppe verschiedene Fang- und Suchspiele. Durch Impulse, bei welchen die Sinne angesprochen werden, regen wir das Bewusstsein der Jungen an.

Wir genießen die gemeinsame Zeit in dieser Lage, freuen uns aber auch wieder auf regelmäßige Heimfahrten und Ausflüge.

Die Turmfalken in Zeiten von Corona

Wir, die Mitglieder der Turmfalken-Gruppe, haben die viel freie Zeit während der Corona-Krise dazu genutzt, unsere Natur besser kennenzulernen. Das Waldhaus ist ja unweit eines Waldes gelegen, den wir voller Tatendrang abenteuerlustig erkundeten. Dem einen oder anderen Jungen unserer Gruppe wurde nun erst bewusst, was für ein herrliches Stück Natur sich in unserer unmittelbaren Nähe befindet. Die Mitglieder unserer Gruppe bauten, begleitet und angeleitet durch die Erzieher, beispielsweise einen Staudamm. Aus Styropor bastelten wir beeindruckende Schlachtschiffe, die dann auf dem Bach, der durch das Wäldchen fließt, auf die Reise geschickt wurden. Wir spielten ein „Waldsuchspiel“, bei dem die Teilnehmer zum Beispiel in einem vorgegebenen Zeitrahmen den rundesten Stein, das größte Blatt oder den längsten Stock finden mussten. Auch unternahmen wir längere Wanderungen und Streifzüge durch die Natur, wo wir etliche interessante Dinge entdecken konnten.

Als der Wald vollständig erkundet war, entdeckten wir das Fahrrad als willkommene Abwechslung und als praktisches Fortbewegungsmittel für uns. Die meisten Kinder der Gruppe besitzen ein eigenes Fahrrad, außerdem gibt es mehrere Gruppenräder, die man sich ausborgen kann. Mit den Rädern fuhren die Kinder gerne den großen Hof ab und wer sich traute bzw. wem es die Erzieher zutrauten, konnte sein Geschick an der Rampe zeigen, über die tolle Sprünge vollführt wurden. An den zum Glück selten auftretenden Regentagen haben wir uns die Zeit auch mit Karten- und Gesellschaftsspielen vertrieben. Einige Mitglieder der Gruppe entdeckten außerdem das Puzzeln für sich, sodass viele beeindruckende Kunstwerke, bestehend aus bis zu 500 Teilen, entstanden sind. Es war beeindruckend zu sehen, mit welcher Ruhe und Hingabe der eine oder andere  sich diesem neuen Hobby widmete. Die fertigen Puzzles haben wir dann aufgeklebt, gerahmt und als dekorative Kunst in den Zimmern der Erbauer angebracht.

Immer freitags hatte unsere Gruppe die Möglichkeit, die Turnhalle der Waldhausschule aufzusuchen. Dort spielten wir nicht nur Fußball und Basketball, sondern bauten aus Sprungkasten und Matten eine Räuberhöhle. Dies machte nicht nur den jüngeren Kindern großen Spaß.

Abschließend bleibt festzustellen, dass die Corona Zeit bei uns Vieles ist, nur nicht langweilig!

Ruhe im Wald 2.0

In Zeiten der Pandemie fällt vieles aus, was normalerweise auf dem Aktivitätsprogramm einer Wohngruppe steht: Ausflüge, Schwimmbadbesuche und dergleichen mehr. Wie wohl die meisten Menschen fragte sich auch die Gruppe Bärenhöhle: Was tun, wenn man „nirgends“ hin kann?

Das Waldhaus hat eine durchaus privilegierte Lage, die dem Namen unserer Einrichtung absolut gerecht wird: es liegt direkt am Wald. Mal wird er mehr, mal weniger genutzt. Doch gerade in der aktuellen Situation liegt er wieder stärker im Focus – und manchmal eröffnen sich auch nach vielen Besuchen noch neue Facetten.

An einem Tag der letzten Wochen wurden spontan auch Hängematten eingepackt. Nachdem die „perfekten“ Bäume gefunden waren, konnte schon bald mit den Hängepartien begonnen werden. Einige pfiffige Jungs hatten sich zudem noch Lesematerial mitgenommen. Und was soll man sagen: die- sozusagen doppelte- Ruhe funktionierte hervorragend. Im ohnehin schon friedlichen Wald war es für die Jungs ungewohnt erholsam, sich einer Lektüre zu widmen zu können, ohne gestört zu werden. Manchmal braucht es nicht viel, um entspannen zu können. Vielleicht werden die Hängematten nun ja öfter eingepackt.

„Revival“ eines alten Trends – FINGERBOARDING – bei den Bachkrebsen

Die 8 – 10 Zentimeter langen Mini-Skateboards werden mit dem Zeige- und Mittelfinger „gefahren“. Mit koordinierten Bewegungen können Tricks gemacht werden, die auch mit echten Skateboards möglich sind.

Über den Internet-Gebrauchtmarkt und den Bekanntenkreis organisierte ein Betreuer gut erhaltene Fingerboards und diverse Ersatzteile, die günstig abzugeben waren und teilweise sogar gespendet wurden – „ist ja für einen guten Zweck“.

Nachdem die Jungs nun mit der Hardware ausgestattet waren, fehlte noch eine geeignete Fläche um das Können zu testen und es nach und nach auszubauen. So kam die Idee einen Fingerboard‑Skatepark zu bauen – von Grund auf nach eigenen Vorstellungen und Wünschen gestaltet. Nach einer Ideensammlung mithilfe vergleichbarer Projekte begann der Bau der Half-Pipe. Als Material wurden im Baumarkt Zuschnittreste für kleine Eurobeträge gekauft und mit der Stichsäge weiterbearbeitet.

In den nächsten Wochen soll unser Skatepark weiterwachsen und auch zuletzt auch bemalt und mit stylischen Stickern beklebt werden.

 

Bunte Masken mit neuem Logo für die Waldhaus-Crew

Im Zuge der Erstellung einer neuen Waldhaus-Homepage einigte sich die Geschäftsführung der Einrichtung auch auf ein neues, modernes Logo.
Um dieses zunächst den MitarbeiterInnen vorzustellen, bot sich Schulleiterin Ursula Grass für einen Betrag zugunsten UNICEF an, 90 bunte Behelfsmasken zu besticken und zu nähen.


Die bunte Farbenpracht wurde nun als kleine Anerkennung an die „Waldhaus-Crew“ ausgegeben. Sowohl die Masken als auch das frische, neue Logo fanden großen Anklang.


Es freuten sich nicht nur alle MitarbeiterInnen sondern auch U.Grass, die mit ihrer ehrenamtlichen überregionalen  Maskenaktion nun bereits 4500 € zugunsten der UNICEF Coronahilfe „ernäht“ hat.
Die neue Waldhaus-Homepage und somit auch das neue Logo wird im neuen Schuljahr online gehen.

 

Projekt: Muttertagsmasken an der Waldhausschule

„Frohen Muttertag – auch wenn ich nicht da bin“…. so schreibt Gabriel für seine Mutter auf seine Maske. Danny schickt seiner Mami einen Schutzengel und Michael malt viele rote Herzen.


Da die Kinder und Jugendlichen der Jugendhilfe Waldhaus am Muttertagswochenende nicht nachhause fahren sondern in den Heimgruppen bleiben, wurde in der Waldhausschule ein  kleines „Kunstprojekt“ gestartet. Schulleiterin Ursula Grass brachte weiße Maskenzuschnitte mit, die von den Jungen mit wasserfesten Farben zu bunten Muttertagsmasken gestaltet werden durften.

Dabei sind ganz wunderbare und berührende kleine Kunstwerke entstanden, aus denen die Schulleiterin Masken fertigte und mit fröhlich-gestreiften Bändeln verschönerte. Die Jungen konnten nun ihre bunten Muttertagsgeschenke am Sonntag via Videokonferenz oder Skype ihren Mamas zeigen und bei der nächsten Heimfahrt dann persönlich übergeben.

Die Tagesgruppenkinder verpackten bei Lehrer Stefan Stang die Masken zusammen mit selbsthergestelltem „Coronoa-Desinfektionsmittel“ zu schönen Geschenkpäckchen, die sie dann an Muttertag direkt überreichten.

                                 

Maskenfüherschein: bestanden ?

Nachdem in der letzten Woche alle Jungs in den Umgang mit Mundmasken eingewiesen worden waren, stand diese Woche das „Maskenexamen“ an.
Frau Grass war sehr stolz, welches Wissen selbst die Jüngsten hatten und konnte allen Schülern den Maskenführerschein überreichen.
Umso wichtiger ist dieses Wissen, da die meisten Jungen am langen Maiwochenende das erste Mal seit vielen Wochen heimfahren können. Selbstverständlich hat jeder seine eigene Maske dabei und weiss, wie man diese handhabt und auch reinigt.

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